Keine Nazis. Keine Netze. Bitte nur Freiheit.

Stellungnahme der Initiative Anti-Fur

So genannte “Autonome Nationalisten” des “Freien Netzes Geithain/Borna” haben ohne Erlaubnis einen Recherchetext und Bilder von “anti-fur.tk” kopiert und so sinnentstellt, dass die BetrachterIn denken muss, das “Freie Netz” hätte die Recherche durchgeführt.

Die Kampagne “anti-fur” setzt sich seit Mitte letzten Jahres für die Schließung der “Pelztierfarm Schirmer und Partner” bei Rochlitz ein. Gefordert werden die Schließung aller Pelztierfarmen und die Beendigung des Echtpelzhandels. Zusammen mit Gruppen und Organisationen wurden dafür Vorträge, Demonstrationen, Kundgebungen und Infostände organisiert. Für die Befreiung der Tiere haben viele AktivistInnen gern ihre Freizeit geopfert.

Genau diese AktivistInnen konnten heute nur fassungslos auf den Bildschirm schauen, als sie in einer schlecht zusammenkopierten Einleitung irgendetwas von „artgerechter Haltung“ und „Schutz vor Grausamkeit“ lesen mussten. Diese zwei Wortgruppen, die genau so gut von der deutschen Pelzlobby stammen könnten, beweisen nur wie wenig Ahnung diese Leute von dem haben was sie reden und wie wenig es bei ihnen wirklich mit Emanzipation oder Autonomie auf sich hat.

Autonome Nationalisten sind bekannt dafür jeglichen Lifestyle zu kopieren um damit auf Meinungsfang zu gehen. Doch steckt meistens nicht mehr dahinter als ein linker Text, den sie irgendwann mal gelesen und nicht mal ganz verstanden haben.

Seit dem Beginn des Widerstandes gegen die “Pelztierfarm Schirmer” werden die Aktionen von demokratischen und emanzipatorischen Gruppen organisiert. Auch auf den Demos in Rochlitz wurden TeilnehmerInnen immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass die VeranstalterInnen absolut keine Lust auf “KZ-Vergleiche” und Antisemitismus haben. “Anti-fur” solidarisiert sich mit den Opfern faschistischer Gewalt, so zum Beispiel mit dem Rochlitzer Jugendclub „Alte Schmiede“, der dieses Jahr schon einen Brandanschlag überstanden hat.

Die Ausbeutung nichtmenschlicher Individuen kann definitiv nicht durch einen Nationalen Sozialismus beendet werden wie es manche rechte Gruppen propagieren. Nationalismus, Faschismus, Rassismus und Antisemitismus geht mit der Diskriminierung von Mitmenschen zusammen, was in einem krassen Gegensatz zur Gleichberechtigung von Mitlebewesen steht.

Auch sollten hier aber vermeidlich linke Gruppen erwähnt werden, die Tierbefreiungs-Texte aus linken Zeitungen bannen, neben einer Antispe-Demo herlaufen und Mc Donalds Produkte konsumieren oder aus derber Langeweile eine Anti-Antispe gründen. Solche Personen und Gruppen sorgen dafür dass sich nur wenige TR-Gruppen auch an politischen Themen beteiligen oder dafür sensibilisiert werden. Sie sorgen für Verdruss und vor allem für Abneigung.

Über die Grenzen des deutschsprachigen Raumes hinaus gehen Antifaschismus, Kapitalismuskritik und Tierbefreiung schon lange Hand in Hand nur im ach so schönen Deutschland werden die wichtigen Themen der Erhaltung von Leben und Lebensräumen nicht menschlicher Tiere dem Rechten Flügel praktisch in den Schoß geworfen.

Für die Befreiung von Mensch und Tier. Faschismus und Tierausbeutung zerschlagen.